Juniorwahl 2024 zur Europawahl

Dank des großen Einsatzes unserer Kollegin Katrin Böhnert und ihres engagierten Schülerteams konnten die Schüler:innen des 9.+10. Jahrgangs an der diesjährigen Juniorwahl zur Europawahl teilnehmen. 324 Schüler:innen waren wahlberechtigt, 284 haben ihre Stimme abgegeben. Die Ergebnisse unserer Schule können online mit dem Gesamtergebnis der Juniorwahl verglichen werden.

2024-06 Juniorwahl-Ergebnis

75 Jahre Grundgesetz

75 Jahre Grundgesetz

Am Donnerstag, den 23. Mai 2024, hat unser Grundgesetz Geburtstag. Seit 75 Jahren ermöglicht es nun schon Freiheit, Frieden und Demokratie in Deutschland – eine Erfolgsgeschichte. Das gilt es zu feiern!

Vielerorts wird es Kundgebungen geben und die Bundesregierung lädt zum Staatsakt und dreitägigen Demokratiefest ein.

Auch wir an der Betty-Reis-Gesamtschule möchten dieses besondere Ereignis feiern und daran erinnern, dass Demokratie, Grund- und Menschenrechte keine Selbstverständlichkeit sind, sondern gelebt werden müssen.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
Artikel 1 (1) Grundgesetz

Schüler:innen der EF haben daher für diesen Tag eine aufwendige Pausenaktion (Mittagspause) vorbereitet: Im Zentrum steht eine Unterschriftenaktion. An einem Schirm, der symbolisch für das GG steht, sollen in Form von Zetteln so viele Unterschriften wie möglich gesammelt werden. Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft sind herzlich eingeladen mitzumachen. Dort können interessierte SchülerInnen auch an einem Quiz zum Grundgesetz teilnehmen, bei dem es auch eine Kleinigkeit zu gewinnen gibt.

In einer beeindruckenden Rede (pdf) betonen die Schüler Peter B. und Florian P. (Q1) die besondere Bedeutung des Grundgesetzes.

Bereits ab der Vorwoche hängen im Schulgebäude Mini-Plakate mit Schüleräußerungen zum Grundgesetz. Diese sind mit QR-Code versehen und sollen die Schüler:innen neugierig machen. Die Codes führen zu Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung, auf denen Grundrechte und Staat einfach erklärt werden.

Europaflagge

Europawochen an der Betty-Reis-Gesamtschule

Als Europaschule aktiv

Im Mai finden im Vorfeld der Europawahl an unserer Schule eine ganze Reihe von besonderen schulischen Aktionen statt.

Alexandra Kolb hat dazu als Koordinatorin „Europaschule“ in Zusammenarbeit mit ihren Kolleg:innen viele Aktivitäten zusammengestellt.

Den Auftakt bildete am 06. Mai 2024 ein „Flying Buffet“ mit polnischen, spanischen, deutschen, niederländischen und französischen Häppchen. Unter Leitung von Französisch- und Hauswirtschaftslehrerin Julia Sieben arbeiteten in der Schulküche Schüler:innen verschiedener Jahrgänge zusammen und bereiteten Häppchen zu, die in der Pause kostenlos auf dem Schulhof verteilt wurden.

Im Selbstlernzentrum der Schule ist eine Ausstellung zu europäischen Schriftstellern zu sehen. Alexandra Kolb: „Zusätzlich informieren dort ausliegende Flyer über das Angebot unserer europäischen Projekte und über das neu entstandene Deutsch-Niederländische Netzwerk.“

Europawochen 2024

Da in diesem Jahr erstmals 16 Jahre alte Europäer:innen wählen dürfen, wird im Gesellschaftslehre-Unterricht der SI-Jahrgänge und im Kursunterricht der Oberstufe die Wahl vorbereitet. So findet Ende Mai eine große Podiumsdiskussion zur Europawahl statt. Die Schülersprecher:innen bereiten sie gemeinsam mit der Schulleitung vor. Aktuelle Mitglieder des Europaparlaments und Kandidat:innen der sechs im Bundestag vertretenen Parteien stellen sich den im Unterricht vorbereiteten Fragen der Schüler:innen der Jahrgangstufe 10-12. Zusätzlich organisiert die Schule die „Junior-Wahl“ und trägt damit in weiteren Jahrgängen dem Gedanken der politischen Bildung Rechnung.

Europawochen 2024Schon seit vielen Jahren darf die Betty-Reis-Gesamtschule den Titel „Europaschule“ tragen. Damit ist die laufende Verpflichtung verbunden, der europäischen Verbundenheit und Integration auf möglichst vielfältige Weise gerecht zu werden. Die Basis dazu legt die Schule mit einem breiten Fremdsprachenangebot, neben Englisch, Französisch und Niederländisch gibt es in diesem Schuljahr zusätzlich die Möglichkeit, im AG-Bereich die spanische oder polnische Sprache zu lernen. Im Rahmen von Schulpartnerschaften stehen jährliche Austauschprogramme mit Schulen in Frankreich, den Niederlanden und Polen auf dem Programm.

Colegio Maya

Grüße aus Guatemala

Von unserer Partnerschule, dem Colegio Maya in Cantel, Guatemala, erreichte uns Ende Februar ein neuer Rundbrief, in dem von den aktuellen Entwicklungen berichtet wird. Der Rundbrief kann hier als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Nahost-Projekt

Unterrichtsprojekt: „Israel – Palästina: Frieden ist möglich!“

Direkt nach den Herbstferien fragten Jugendliche der 10.5 in Gesellschaftslehre, was denn in Israel los sei und ob es da nun Krieg wie in der Ukraine gäbe. Da die allgemeinen Kenntnisse zum Nahostkonflikt sehr gering, aber das Interesse am Thema groß war, entschieden wir gemeinsam, eine aktuelle Stunde dazu durchzuführen. Daraus entwickelte sich dann mit Lehrmitteln der Bundeszentrale für politische Bildung eine kleine Unterrichtsreihe, an deren Ende im Rahmen einer Podiumsdiskussion ein kluger Vorschlag zur Befriedung der Region erarbeitet wurde. Schade, dass unsere Schüler und Schülerinnen nicht gefragt werden!

Israel – Palästina: Frieden ist möglich!

Am 27.11.2023 kamen verschiedene Betroffene des Nahostkrieges zusammen, um mit einer Vertreterin der Vereinten Nationen (UNO) eine friedliche Lösung des aktuellen Konflikts zu beraten. Anwesend waren u.a. ein jüdischer Siedler, ein palästinensischer Bauer und die KZ-Überlebende Ruth Weiß. Ebenfalls anwesend die Moderatorin und Sheik Ben Rais, der die arabischen Nachbarländer Israels vertrat.

Nach einem regen Austausch der Argumente, stelle die UNO eine 3-Staaten Lösung vor. Das Staatsgebiet solle in einen israelischen sowie einen palästinensischen Teil und einen Landstreifen, in dem Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit miteinander leben möchten, aufgeteilt werden. In allen Teilen sollen Demokratie, gleiche Gesetze und gleiches Recht gelten. Personen, die umsiedeln möchten oder auch müssen, werden mit Geld entschädigt.

In der Diskussion kam die Frage auf, ob diese Lösung denn auch wirklich zum Frieden führen werde? Für alle Teilnehmenden stand aber fest, dass eine schnelle Lösung herbei muss, denn das zu Schaden kommen unschuldiger Bürger und Bürgerinnen, muss ein Ende finden.

Lara B., Klasse 10.5

 

IDAHOBIT

IDAHOBIT – der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit

Der IDAHOBIT ist der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (englisch International Day Against Homophobia, Biphobia, Interphobia and Transphobia). Seit 2005 wird er jedes Jahr am 17. Mai als Aktionstag begangen, um gegen die Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen auf Grund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität zu kämpfen.

Dieses Datum wurde gewählt, da am 17. Mai 1990 die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus der Liste der psychischen Krankheiten gestrichen hatte. Weltweit demonstrieren an diesem Tag LSBTIQ-Aktivist:innen und ihre Allies. Es finden Veranstaltungen statt und werden Kampagnen initiiert.

Auch unsere Schule setzt anlässlich dieses Tages ein Zeichen, um Sichtbarkeit zu schaffen und Menschen, die (vermeintlich) keine Berührungspunkte mit LGBTQIA* haben, zum Denken anzuregen. Organisiert wird die Aktion durch die Schüler:innen aus der Gruppe „Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage“. Neben den Zeitungen wird auch der WDR – sehr kurzfristig – in der Zeit von 11.00 Uhr bis 13.30 Uhr für die Lokalzeit an unserer Schule drehen. Er hat dazu die Zustimmung der Schulleitung. Die Schüler:innen aus der Gruppe „Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage“ haben Einverständniserklärungen der Erziehungsberechtigten, dass sie gefilmt und interviewt werden dürfen.

Für alle anderen gilt, dass die Verantwortung beim WDR liegt, der Kinder und Jugendliche nicht ohne Einverständnis der Eltern filmt und interviewt.

Bergen-Belsen 2022

Rückblick: Bergen-Belsen-Fahrt 2022

Auf den Spuren von Betty Reis

Am Morgen des 10. Novembers begaben sich 44 Schüler:innen des achten Jahrgangs auf den Weg nach Bergen-Belsen. Begleitet wurden sie von den Lehrer:innen Marylin Neubauer und Johannes Bechstein. Dort wollten sie den letzten Lebensspuren unserer Namensgeberin Betty Reis nachgehen.

Im ehemaligen Konzentrationslager Bergen-Belsen angekommen, wurden Gruppen gebildet, welche von Mitarbeitern der Gedenkstätte 80 Jahre in die Vergangenheit geführt wurden. Das persönliche Schicksal der ehemaligen Gefangenen, die den Grausamkeiten der Nazis ausgesetzt waren, berührte jeden. Ein Gang über das weitläufige Gelände schloss diesen für eine Klassenfahrt nicht typischen Tag ab.

Nach einer kurzen Nacht in der Jugendherberge fuhr die Gruppe erneut zur Gedenkstätte, um eine Gedenkfeier – parallel zu der Feier in Wassenberg – zum Leben und Tod von Betty Reis abzuhalten. Diese hatten die Schüler:innen im Vorfeld der Fahrt und zum Gedenken des Geschehens rund um die Reichspogromnacht 1938 vorbereitet. Es wurden Gedichte und ein Brief gelesen, über das Leben von Betty Reis erzählt und eine Schweigeminute gehalten.
Zum Abschluss der Feier legte jeder einen von zu Hause mitgebrachten Stein auf die Gedenktafel von Betty Reis.

Im Folgenden fand eine Gruppe auf dem Gelände des ehemaligen Lagers einen Löffel, welcher unter Umständen zur Zeit des KZs dort verloren wurde. Die Mitarbeiter der Gedenkstätte nahmen den Löffel zur näheren Untersuchung mit und möchten ihn – falls der Verdacht sich bestätigen sollte – in die Ausstellung mit aufnehmen.

Nach einer langen Rückfahrt traf die Gruppe abends wieder in Wassenberg ein. Eine besondere Fahrt lag hinter uns, über die einige von uns noch länger nachdenken würden. Nachdenken über die Spuren von Betty Reis.

Maya-Schule in Cantel 2022

Maya-Schule im Herbst 2022

Einblicke in die Arbeit an unserer Partnerschule in Cantel, Guatemala

Regelmäßig verschickt unsere Ansprechpartnerin für die Maya-Schule, Frau Rupflin, einen Rundbrief, in dem sie von der Arbeit vor Ort in Bild und Wort berichtet.

Maya-Schule in Cantel 2022

Unser Name

„Lass die Vergangenheit nicht verblassen – zeig Courage!“ – Einladung zur Gedenkfeier

Zum Jahrestages der Reichspogromnacht findet am Freitag, 11. November 2022, um 10 Uhr eine Gedenkfeier auf dem Synagogenplatz statt.
Hierzu laden wir herzlich ein!

Das Gedenken an die jüdische Geschichte Wassenbergs besitzt in unserer Stadt einen hohen Stellenwert. Überall in Deutschland gedenken die Menschen am 9. und 10. November der Reichspogromnacht des Jahres 1938.

Gedenken impliziert – so wie wir es verstehen – sowohl Erinnerung als auch Verpflichtung: Erinnerung an die Millionen von Menschen, die der Barbarei der nationalsozialistischen Diktatur und ihrem Rassenwahn zum Opfer gefallen sind. Verpflichtung, weil wir uns gleichzeitig verantwortlich fühlen, in der Gegenwart Akzente im Sinn unserer Werte zu setzen.

Wir in Wassenberg wollen an diesem Tag auf dem Synagogenplatz zusammengekommen und gemeinsam der Reichspogromnacht gedenken. Die Feierstunde steht unter dem Motto „Lass die Vergangenheit nicht verblassen – zeig Courage!“ ein. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Stadt durch Beiträge des Heimatvereins und der Betty-Reis-Gesamtschule gestaltet.

Mahnmal Betty Reis (1990)

Brockhage-Mahnmal wieder zurück

Mit großer Freude stellen wir das ‚Mahnmal für das Mädchen Betty Reis‘ von Hans Brockhage (1925-2009) wieder auf. Es befindet sich seit 1993 im Besitz unserer Schule.

Die Skulptur stellt abstrakt in 2,85 m hohen Stelen aus Mooreiche den Zug von KZ-Häftlingen dar. Sie thematisiert in den zwei erkennbaren Menschengruppen mit den Aspekten Ohnmacht, Grausamkeit, Trennung die Erfahrungen, die Menschen mit dem menschenverachtenden Regime der Nationalsozialisten machen mussten. Vom Künstler ist sie dem Andenken an Betty Reis gewidmet worden.

Deshalb stand sie als Mahnmal bereits von 1993 bis 2013 im Außenbereich unserer Schule. Aus Sicherheitsgründen musste die Skulptur 2013 abgebaut und trocken untergestellt werden, da vor allem das hölzerne Fundament großen Schaden genommen hatte. Von der Künstlerfamilie wurde sie restauriert und auf mehreren großen Ausstellungen gezeigt, bevor sie verabredungsgemäß an unsere Schule zurückkehrte.

Als Schulgemeinde wünschen wir uns, dass dieses Mahnmal eine Rezeption durch unsere Schüler:innen erfährt wie der Gedenkstein im Foyer der Schule oder das Gedicht von Heribert Heinrichs im Neubau. Möge es ein Baustein im Rahmen der Erinnerungskultur an unserer Schule werden und dazu beitragen, dass wir weiterhin Bettys Geschichte als ‚Geschichte für heute‘ verstehen.